Klassische und moderne Polsterungen • Verkauf von Antiquitäten

Anfertigen einer klassischen geschnürten Federung

Polsterei Polsterung Polstermöbel Lüneburg Bleckede

Als Polstergrund werden Jutegurte auf die Unterseite der Holzzarge gespannt und miteinander verflochten.

Auf die fertige Gurtung werden die Sprungfedern gestellt und aufgenäht. Jede Feder wird mit 4 Stichen auf den Jutegurten befestigt.

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Zuerst schnürt man den Stellfaden. Durch ihn wird die Stellung der Federn und die spätere Sitzhöhe festgelegt. Die hintere Federreihe soll leicht nach hinten neigen, die mittleren stehen senkrecht und die vordere Reihe soll mit der Außenkante der Zarge abschließen. Die Federn werden mit Schlaufen uns Bohnen gefasst, so dass sie noch in die richtige Stellung bewegt werden können. Sie werden um ca. 1/3 nach unten geschnürt.

Anschließend kommt der Knotenfaden. Hier wird die Form des Sitzpolsters festgelegt und die Federn werden mit Knoten in ihrer festgelegten Stellung gehalten.

Mit dem Retourfaden schnürt man die Vorderkante auf die gewünschte Höhe und gibt ihr den erforderlichen Halt.

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Sind die Federn von hinten nach vorne geschnürt, folgt die Querschnürung. Sie besteht ebenfalls aus Stell-, Knoten-, und Retourfaden und verhindert, dass sich die Federn zur Seite verschieben können. Die Knüpfweise ist ähnlich wie bei der Längsschnürung.

Um die Zwischenräume zwischen den einzelnen Federn zu überbrücken, werden rechtwinklig (französische Schnürung) oder diagonal (deutsche Schnürung) Fäden eingeknüpft. Bei der hier zu sehenden deutschen Schnürung werden die oberen Federringe achtmal gefasst. Dies ergibt eine härtere Federung als bei der französischen Schnürung.

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Nun wird ein Kantendraht passend gebogen und mit Kantendrahtklammern an den äußeren Federringen befestigt. Durch ihn wird die Form des Polsters auch bei Belastung erhalten und er dient als Grundlage für die spätere Kantenbildung.

Herstellung eines Formpolsters (Fasson): Über den fertig geschnürten Sitz wird Federleinen genagelt und durch Annähen an den Federn befestigt.

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Zur ersten Befestigung des Polsterfüllstoffes zieht man Lasierfäden (Einhängefäden) auf das Federleinen.

In diese wird das gut verzupfte Polstermaterial (hier: Afrik = Palmfaser) geschoben. Es ist wichtig, dass die Schicht gleichmäßig aufgelegt wird und die Kante gut ausgearbeitet wird. Die spätere Form des Sitzes wird hierdurch festgelegt.

Anschließend wird Fassonleinen übergeheftet. Zuerst wird der Sitz mit verschiedenen Stichen durchgenäht, dann wird die Kante ausgeformt und ebenfalls mit verschiedenen Nähstichen garniert.

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Um durch das Nähen entstandene Unebenheiten auszugleichen und eine größere Elastizität zu erreichen, kommt eine Pikierung auf das Formpolster (hier: Elancrin= veredelte Kokosfaser). Diese wird mit Watte abgedeckt.

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Zum Schluss wird der Sitz mit Nessel bezogen.

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